Mein Ansporn liegt darin, Wirklichkeit im Spiel von Aktion und Reaktion zu verarbeiten und neue Wirklichkeiten zu schaffen. Ich reagiere auf Erscheinungen, denen ich begegne und nehme die wesentlichen Ausschnitte dieser erlebten Realität als Ausgangspunkt für meine Arbeiten. In den Werken der Malerei und Grafik findet sich daher ein kontinuierlich starker Bezug zum Licht, ist das Licht doch entscheidender Einflußfaktor meiner Wahnehmung und Farbempfindung.
Die Bilder eint dabei der wiederkehrende verschwenderische Einsatz von Schwarz und Weiß, der selten zu harten Kontrasten und oft zu schimmernden oder pudrigen, harmonischen Grautönen führt. Der Malprozess mit Farbe auf Papier oder Leinwand wird zu einem ästhetischen Handeln. Er schließt sich dem ästhetischen Wahrnehmen der Wirklichkeiten an.

Die Werke sind unter anderem beeinflusst von der Kraft von Alberto Giacomettis grafisch durchsetzten Malereien, die stets auf der Suche nach dem Ausdruck sind. Auch die Farbwelten des Berliner Zeitgenossen Christopher Lehmpfuhl haben mich durch ihr Zeugnis eines besonderen Sehens nachhaltig beeindruckt.

Die aktuellen Arbeiten beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Licht und Gegenlicht und mit den reizvollen Schöpfungen, denen man im städtischen Umfeld Berlin begegnet, wenn Silhouetten entstehen und vergehen. Auch abseits aller vordergründigen städtischen Schönheit finden sich auf schnödem Asphalt, in steinerner Architektur und spiegelndem Glas reizende Farbharmonien. Diese Reize sind es wert, Einklang zu finden in den spielerischen Malprozess von Nachempfinden und Interpretieren, von Suchen und Fragen.

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